Yolanda Facchin

Horse & Rider Coaching

Western Brevet in Sarnen

In der Reithalle Sarnen findet seit dem 26. Mai bis zum 12. August ein Western Brevet Lehrgang statt. Zwölf Reiterinnen und Reiter mit den unterschiedlichsten Pferderassen lernen für das SVPS Western-Brevet. Der erste Samstag stand im Zeichen der ersten Theorie-Blöcke wie Umgang mit dem Pferd, Pferdepflege, Hufschlagfiguren, Bodenschule, das Vortraben und das Kombipattern im Westernreiten. Theorie.jpg

Nach der Begrüssung der Teilnehmer-/innen, der wichtigen Informationen zum Tagesablauf, konnte jeder Lehrgangsteilnehmer sich und sein Pferd kurz Vorstellen und von seinen Stärken und Schwächen die wichtigsten drei zum Brevet nennen. In diesem Jahr ist es noch einmal möglich das Brevet nach dem "alten" System zu absolvieren, den im 2019 wird der SVPS die Brevet`s nur noch nach dem neuen Verfahren durchführen lassen. Mithilfe des Ordners arbeiten wir uns durch die Theorie und können bereits am ersten Tag viel wichtige Inputs aufnehmen. Durch dieses Wissen wird es uns am ersten Reitwochenende mit den eigenen Pferden etwas leichter fallen uns auf der Anlage zu orientieren, die Ideallinien in den Hufschlagfiguren zu finden und durch das "Ablaufen" zu Fuss haben wir auch mehr Sicherheit in den Übungen. Die provisorische Gruppeneinteilung wird nach dem Reiten im Sinne für die Pferde und den Fähigkeiten der Reiter-/innen angepasst. Für die Pferdepflege wurde uns ein Pferd zur Verfügung gestellt. Eine saubere Putzbox, die richtige Anbindung, das Annnähern und die Vorgehensweise beim Putzen floss von der Theorie in die Praxis. Beim anschliessenden Mittagessen gab es viel zu diskutieren oder einfach die Sonne zu geniessen bis zum zweiten Theorieblock.

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Die Hufschlagfiguren sind nicht des Westernreiters "Lieblingskinder", doch mit der gezogenen Karte gab es in der Gruppe doch viel zu Lachen während beim Ablaufen die genauen Zirkelpunkte, X, die Linienführung und die Abfolge beim Spitzenwechsel ohne Pferd durchgespielt wurde. Das Vortraben und die Bodenschule waren auf kleinen Karten vorbereitet und verhalfen den Teilnehmenden zu den richtigen Buchstaben und in die genaue Richtung. Nach der aktiven "Laufzeit" ging es nach einer kurzen Kaffeepause wieder im Kursraum weiter. Im grünen Teil die Seiten mit der Grundausbildung als Thema wurden durchgelesen und sind in den kommenden Brevettagen unser Leitfaden. 

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Der Abschluss des Kurstages war der Vorausschau vom Reitwochenende im Juni gewidmet. Fragen wurden beantwortet und die Tagespläne abgegeben. In zwei Gruppen werden an diesem Wochenende die Hufschlagfiguren und das Kombipattern unsere Praxiseinheiten sein und parallel dazu sind die Grundausbildung, die Anatomie und Gesundheit des Pferdes die Theoriteile. Ich freue mich auf diese zwei Tage.

Motorische Grundlagen

Die koordinativen Fähigkeiten bilden die entscheidenden Grundlagen sowohl für den Reiteranfänger als auch für den fortgeschrittenen Reiter. Die Gleichgewichtsfähigkeit bildet im zusammenspiel mit der Rhythmusfähigkeit und der muskulären Unterscheidungsfähigkeit die Basis für einen ausbalancierten, losgelassenen und geschmeidigen Sitz des Reiters. Das Gleichgewicht ist beim Reiten besonders gefordert, da das Pferd über seinen Rücken dreidimensionale Schwingungen (auf-ab, rechts-links, vor-zurück) auf das Becken des Reiters überträgt. Das Pferd bringt so den Reiter durch seine Bewegungsimpulse sozusagen ständig aus dem Gleichgewicht, so dass der Reiter dieses immer wieder neu finden muss. Hierfür lernt der Reiter seine Muskeln im Wechsel anzuspannen und zu entspannen. Mit der muskulären Unterscheidungsfähigkeit versteht sich die Fähigkeit, Bewegungen fein aufeinander abzustimmen und zu einer harmonischen Gesamtbewegung zu bringen. Um die koordinativen Fähigkeiten zu stärken ist das Schenkelweichen eine ideale Übung. Vorbereitung.jpg

In der Vorbereitung wird der Ecken der Reitbahn ausgeritten und nach der gelben Pylone ist das Pferd in einer leichte Aussenstellung. Jetzt kommen die Grosskoordinativen Hilfen zum tragen; die Reiterinnen bringt das Pferd mit dem äusseren Schenkel an den inneren Zügel und lässt es vorwärts-seitwärts in die Reitbahn weichen für drei bis vier Schritte.

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Auf der Höhe der blauen Pylone sollte das Pferd wieder geradegerichtet sein. Die Ellbogen der Reiterin dürften flacher und lockerer getragen werden. Das Pferd wird danach in eine leichte linksstellung gebracht und in umgekehrterweise wieder zurück zum 1.Hufschlag schenkelweichend geritten. Die Umstellungsfähigkeit der Reiterin ist hierbei gefordert um das Becken und die Schenkelarbeit genau zu führen ohne dabei die nötige Energie zu verlieren oder zuviel von deren zu verwenden.

Beim Auslaufen die Erkenntnis links und rechts Stellung mit versetzter Hilfengebung der Schenkel für die Gegenrichtung zu verlangen ist in der Koordination nicht immer einfach umzusetzen. Die Trabarbeit ist leichter als die Schrittarbeit, weil Takt und Rhythmus das Gefühl für die Bewegung im Trab besser fördert und im Schritt das "leichte,atmende Bein" verloren geht.

Sommerkurs des WRVS in der Reithalle Venedig in Sursee

Sechs Reiterinnen und ihre Pferde absolvieren im Moment an fünf Freitagabende den Sommerkurs des Western-Reitverein-Sursee. Das Thema: "Gerade bleiben auch wenns Rund wird" zieht sich durch fünf Teilbereiche. Die Grundgangarten, das Schenkelweichen, die Innen- und Aussenstellung, das geradeaus Reiten und die Kontrolle von Vor- und Hinterhand. Dabei beachten wir auch das Exterieur unserer Pferde ohne Sattel laterale Ansicht rechts und links. Wir beachten die Ganaschen, die Trompetengänge der Nasen, das Widerrist, die Rückenlinie, Schulter und Hüfte so wie die Beinstellungen. Es ergeben sich viele neue und bereits erwähnte Erkenntnisse die wir nun beim Reiten und Trainieren an Trailhindernissen vielschichtig umsetzen.Sommerkurs 2018 WRVS.jpg

Aus Horsemanship-Elementen üben wir das Geraderichten auf gerader Linie und auf dem Zirkel, reiten Übergänge, suchen dabei die weichen und federnden Tritte und setzen die Lenkung und die Vorhand Kontrolle um. An unseren nächsten zwei Abenden kommen das Back-up und die Hinterhandarbeit dazu. Es macht viel Freude mit euch diesen Sommerkurs durchzuführen.

J+S Leiter Prüfung im SWRA VT-Lehrgang

Anlässlich der zweijährigen SWRA Vereinstrainerausbildung absolvieren die Teilnehmenden auch den J+S Leiter Kurs mit Abschluss. Dieser fand in zweimal drei Kurs-Tagen in Frauenfeld und Müllheim statt. Neben dem Reiten des Goldtestes sind gutes Horsemanship und Unterrichtsstärke gefragt. J+S Leiter leben durch ihre Persönlichkeit, dem Engagement, der Begeisterung und den Fähigkeiten aus der Fach-, Unterrichts-, Sozial- und Selbstkompetenz. Mit ihren Werten und Haltungen prägen sie das Verhalten anderer Menschen und unterrichten nach ethischen Grundsätzen wie Achtung, Solidarität und Toleranz. So ermöglichen sie den Jugendlichen Erlebnisse im Westernreitsport, sorgen für Spass und Freude rund ums Pferd und pflegen respektvollen Umgang untereinander und mit den Pferden.Geländelektion.jpg

Unterrichtet wurde auch im Gelände. Dabei waren die Koordinative Hilfengebungen, die Orientierung, die Differenzierung, das Gleichgewicht und die Raktionsfähigkeit gefordert. Bei den Aus- und Abbewegungen im steilen Gelände kamen Umstellungsfähigkeit und Kopplungsfähigkeit zum Zuge. Hier kamen Stärken und Schwächen von Reiter und Pferd sichtbar hervor. Das unebene Gelände verhalf den Reiter zu neuen Bewegungsmustern und das natürliche Mitgehen im Sitz war ein toller Lernerfolg.

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Meine J+S Expertentätigkeit beinhaltete die Prüfungen in den Unterrichtseinheiten am Kurs so wie die Heimprüfungen zu bewerten. Die Akustik im Gelände war für die "Reitlehrer" eine Herausforderung die sie hervorragend lösten. Die Pferde und die Reiterinnen zeigten sich von der Besten Seite. Ein riesiger Panzerkonvoi rollte über die Frauenfelder Allmend und trotz Prüfungsdruck blieben alle sehr Diszipliniert und Korrekt in ihren Aufgaben. Ich gratuliere allen Absolventinnen ganz herzlich zu ihrer bestandenen J+S Leiter Prüfung.

Mai-Trailkurs in Neuenkirch

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Hoch über dem Sempachersee befindet sich in Willistatt ein herrlicher grosser Aussenreitplatz. In einer kleinen Gruppe trainierten wir gemeinsam an einem Trailpattern. Nach dem Aufwärmen und Lösen der Pferde erarbeiteten wir uns die einzelnen Schritte zu jedem Hindernis. Die Sonne erwärmte in kurzer Zeit die Temperaturen und eine erfrischendes Getränk war uns sehr Willkommen. Trail 1.jpg

Wir eritten gemeinsam die einzelnen Elementen und konnten so den Fluss, den Takt und Rhythmus, die Linienführung und die Weichheit der gerittenen Aufgabe beobachten. Dabei waren das ideale Tempo finden, der Fokus mit weichem Auge und das nach vorne Reiten die grösste Herausforderung. Mit den Videoaufnahmen sahen wir die Vorbereitung beim Aufwärmen, das gerittene Pattern und die einzelnen Gangarten noch genauer im Feedback an. Beim Mittagessen mit Hot-Dog und Kartoffelsalat fand sich auch Zeit für ein "Fachsimpeln" unter Gleichgesinnten. So machte es sehr viel Spass.

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Der Nachmittag war ganz der Reittechnik und dem "Warten", Schritt für Schritt in den Hindernissen und ihren Variationen gewidmet. Auf dem Gruppenbild fehlt Delia und Joana. Bis zum nächsten Trailkurs viel Vergnügen beim Üben.

Sitzschulung mit Renate Elberich im Soppestieg in Ruswil

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Die Kurse von Renate Elberich sind immer ein enormer Mehrwert für die teilnehmenden Reiterinnen und ihre Pferde. Es wird in Einzellektionen der momentane "Stand" der Reiter-Pferdepaare eruiert und auf dieses in Gymnastk und Sitzübungen nach Eckart Meyners individuell auf jeden Reiter eingegangen. Reiten ist ein Lifetimesport und wir alle haben Deffizite und haben beweglichere körperliche Fähigkeiten. Diese gilt es heraus zu sehen und mit unterschiedlichen Methoden zu stärken oder zu eleminieren. Mit Übungen aus der Kinesiologie, in Bildesprache und mit Hilfe von verschiedenen Bällen, Kissen, Flexibar und Balimostuhl werden Gleichgewicht, Ruhe, Geduld, Reaktion und die ideale Dehnung von verkürzten Muskeln gefördert. Unglaublich ist zu beobachten, wieviel besser die Bewegungen und die Losgelassenheit der Pferde unter den Reiterinnen nun ersichtlich wird. Dabei kommt das Lachen nicht zu kurz und die Koordinationsübungen geben die Garnitur dazu. Herzlichen Dank für die lehrreichen Inputs und den tollen Vortrag "Schwung hält jung" vom Freitagabend.WP_20180415_12_50_43_Pro.jpg

HBB Lehrgang Modul 10 in Avenches

Ende März fand in Avenches während drei Tagen das Modul 10 für den Lehrgang zur Berufsprüfung Pferdespezialist Westernreiten statt. Anfangs 2017 begann unsere intensive Weiterbildung die in Praxismodulen mit Pferden und in Schulmodulen ohne Pferde vom Inforama in Zollikofen angeboten wird. Es gilt in Querschnittsmodulen verschiedene Themen für KMU Betriebe wie Buchhaltung, Mitarbeiterführung und Marketing zu absolvieren. Die Reittechnik, Methodik und Didaktik beim Unterrichten wie auch die Sitzschulung in den verschiedenen Westerndisziplienen werden geschult. Jedes Modul wird Praktisch und Schriftlich abgeschlossen. Dafür gibt es einiges vorzubereiten, zu lernen, zu Üben und bis zur "Meisterschaft" zu verfeinern. (auf dem Weg dahin, gibt es Hoch und Tiefs, die es zu bewältigen gilt)

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Die Pferde sind die besten Lehrmeister und der gemeinsame Austausch in der Klasse und beim Lernen ermöglichen ein enormes Wachstumspotenzial an Wissen und Erfahrungen. Die Hauskatze Gini lernt fleissig mit.

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Wir kamen in den Genuss für zwei Halbtage mit Martin Volesky reiten zu können. Dabei gab es sehr intensive Übungen für die einzelnen Reiter und ihre "Problematiken" in Sitz und Einwirkung. Das Beste waren die Mentalen Übungen, die in den Zwei Gruppen für jeden ein enormes Erlebnis mit weitreichendem Effekt war. In den Modulprüfungen konnten wir aus diesem Erlebten auf eine neue Weise reiten. Mehr Ruhe und Gelassenheit, Zielorientierter, freier und aktiver an die vorgeschriebene Aufgabe gehen zu können war ein toller Gewinn.

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Exterieurbeurteilung und die Stärken wie Schwachstellen eines Pferdes herausfinden, schulen das Auge und ermöglichen die optimaleren Trainingswege in die verschiedenen Disziplienen der Westernreitweise individuell für dieses Pferd zu finden.

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Viel Glück in der Saison 2018

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Ob im Reining, Trail oder Horsemanship, dieser Gedanken vom Lächeln zur neuen Saison: - Ein Lächeln ist die kürzeste Entfernung zwischen Menschen. Es kostet nichts und bringt so viel ein. Es bereichert den Empfänger, ohne den Geber ärmer zu machen. Es ist kurz wie ein Blitz, aber die Erinnerung daran ist oft unvergänglich. Keiner ist so reich, dass er darauf verzichten könnte. Keiner ist so arm, dass er es sich nicht leisten könnte. Es bringt Glück und Freundschaft. Es bedeutet für den Müden Erholung, für den Mutlosen Ermutigung, für den Traurigen Aufheiterung und ist das beste Mittel gegen Ärger. Man kann es weder kaufen, noch erbitten, noch leihen oder stehlen, denn es bekommt erst den Wert, wenn es verschenkt wird. Denn Niemand braucht so bitternötig ein Lächeln, wie derjenige, der für Andere keines mehr übrig hat.

Winterkurs für den Westernreitverein Sursee

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Der WRVS ist ein Reitverein in der Umgebung Sursee, der das Westernreiten in geselligem Rahmen mit Weiterbildungskursen und intreressanten Angebote für die Mitglieder als Regionalgruppe der SWRA seit Jahren erfolgreich aktiv betreibt. In regelmässigen Kursen darf ich für den WRVS in der Reithalle Sursse den Winter-/Sommekurs und den Vorbereitungskurs für das Vereinsturnier leiten.

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Im Herbst fand das Vereinsturnier statt und diese Bilder entstanden beim Trainingsmorgen im Oktober. Der Trail und das Horsemanship sind die wichtigen Elemente dieses Kurses. Genaue Anreitlinien, Takt- und Rhythmus behalten können, feine Signale und die Reittechnik waren die Aufgaben für die Teilnehmenden Mitglieder. Das Pattern auswendig reiten mit den Eckpunkten für die eigenen Planung so wie die richtigen Übergänge der Gangarten und das Heranreiten an die einzelnen Hindernisse. Die Strategie wird durch regelmässiges Üben und Anwenden besser und die Zusammenhänge der Reitlehre kommen beim Einhändigen reiten zum tragen.

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Zum Thema Horsemanship hat am Freitag 3. November der Winterkurs ebenfalls in der Reithalle Venedig in Sursee begonnen. Sieben Teilnhmerinnen mit ihren tollen Pferden können an vier Freitagabenden Sitz und Einwirkung schulen und mit verschiedenen Übungen die Rittigkeit der Pferde verbessern. Vom Jungpferd bis zum routinierteren Westernpferd können alle die Aufgaben mit den unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bewältigen und erleben bessere Übergängen an den Pylonen oder können die Manöver idealer Vorbereiten und Ausführen. Der Spass kommt hierbei nie zu kurz. Am ersten Abend wurden wir durch einen Kurzschluss an der Lichtanlage unser Verhalten zum Thema "Sicherheit" ungwollt geprüft. Die plötzliche Dunkelheit in der Reithalle stellte eine zusätzliche Herausforderung an Pferd und Reiter, die mit Bravour bewältigt wurde. Danke für das Vertrauen.

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