Yolanda Facchin

Horse & Rider Coaching

Warm-up im Mooshof

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Am Sonntag 8. Juli fand im Mooshof das zweite Warm-up statt. Die Kursteilnehmer konnten am Morgen für den Horsemanship-Teil aus verschiedenen Gymnastizierenden Übungen ihre Pferde lösen und für das Patternreiten vorbereiten. Die Videokamera hielt dabie die Lösephase und die beiden gerittenen Pattern jedes einzelnen fest. Das Augenmerk  wurde auf Takt und Rhythmus gelegt, die Händigkeit von Pferd und Reiter genau analysiert und der Sitz und die Einwirkung überprüft. Die Differenzierung der Schenkelarbeit, der Fokus, die Lenkung so wie die Steigerung und die Rückführungen der Gangarten waren wichtige Elemente.

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Der Mooshof bot uns ein kühles Dach in einer grosszügigen Reitfläche. Zum Mittagessen genossen wir kalten Wurst- und Kartoffelsalat, viel Getränk und Kaffee mit Bisquits. Die Videoauswertung am Fernseher gab Aufschluss über unsere Arbeit mit den Pferden. Der Unterscheid zwischen dem Aufwärmen und dem Patternreiten war bei einigen Paaren deutlich zu sehen. Auch die "Eigenheiten" bei Sitz und Einwirkung wurden sichtbarer. Beim Betrachten der Einzelritte hintereinander (Richterauge) im Vergleich, konnten wir sehr viel daraus lernen und im Nachmittagsprogramm umsetzen. In Trailkombinationen erarbeiteten wir uns verschiedene Manöver, Schwierigkeitsgrade und veränderte Linienführungen.

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Priorität lag auf Kontrolle der Schritte und Tritte. Vorhand und Hinterhand beieinflussen im richtigen Augenblick und das Abschätzen der Distanzen vor allem in den veränderten Back-up Hindernissen. Die Unterscheidung der Einhändigen und zweihändigen Zügelführung, bei der Einwirkung kam am Nachmittag besser zur Anwendung. Taktstangen in unterschiedlichen Abständen gaben direkt gute Feedbacks an die Reiter, um das ideale Gangmas, den richtigen Rhythmus oder das Tempi halten zu können. Es war ein perfekter Tag mit idealen Bedingungen und sehr motivierten Teilnehmer. Ich freue mich auf ein nächstes mal mit Euch.

Zweites Brevet-Wochenende in Sarnen

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Am Wochenende vom 23./24. Juni fand in der Reithalle Sarnen der intensive Praxisteil des Western-Brevets statt. Es galt zum ersten mal in den zwei sechser Gruppen Bahnfiguren zu reiten und anschliessend das Kombipattern als Standortbestimmung zu absolvieren. Mit Hilfe von Videoaufnahmen konnten sich die Teilnehmer in Sitz und Einwirkung anschauen und fanden dabei ihre Stärken und Schwächen sichtbar heraus. Abwechselnd waren die Gruppen beim Reiten oder im Theorieraum an der Themenbezogenen Gruppenarbeit die auf Plakaten festgehalten wurde. Auf der schönen Wiese vor der Reithalle konnten die Pferde in Graspaddocs ausruhen oder standen über den Mittag in den kühleren Pferdeanhängern.

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Die beiden Gruppen organisierten sich vorbildlich und waren in verschieden Elementen bereits gut unterwegs und in Teilbereichen müssen wir noch kräftig zulegen bis zur Prüfung. Im Theorieteil waren Haltung, Fütterung, effektive Reiterhilfen und die Anatomie Hauptthemen. Zwei kurze Lehrfilme - auf der einen Seite gute Hilfengebungen und auf der anderen Seite die Wirkung von falschen Signalen wurde anschaulich gelernt und im zweiten Film wurde die Sicht der Anatomie am Skelett des Pferdes aufgezeigt. Das Wissen wurde auch in Futterarten und Giftpflanzen abgefragt.

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Mit vielen neuen Erfahrungen, von neuem und altem Wissen profitiert können wir weiterhin Üben bis zu unserem dritten Wochenende ende Juli. Dann bleiben uns noch zwei Wochen bis zur Brevetprüfung. Herzlichen Dank an die motivierten Teilnehmerinnen/-er, es ist schön mit euch diesen Kurs erleben zu dürfen.

Ausreiten im schönen Graubünden

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Von drei Reitschülerinnen eingeladen; wurde ich an einem Wochenende in das schöne Graubünden "entführt." San Jon liegt über 1400m und bietet wunderbare Erholung mit Pferden in einer einzigartigen Natur. Mit über 50 Pferden ist es der grösste Betrieb in der Schweiz der Trekking-Ausritte anbietet. Die Gäste werden in der Küche wie im Western-Ambiente herrlich verwöhnt. Rund zehn Angestellte arbeiten auf dem Hof. Die Landschaft, die Pferde und die Nähe zu Wildtieren machen diese "Kurzferien" zum tollen Erlebnis. In der Herde gibt es die verschiedensten Pferderassen die gemeinsam auf den Weiden grasen und in einem riesigen Aktiv-Laufstall zu Hause sind. In einem grossen Stallgebäude befinden sich zusätzlich über 40 Boxen. Die Ausritte können in verschiedenen Arrangements gebucht werden.herde auf die Weide.jpg San Jon gelände.jpg

Die unglaublich trittsicheren Pferde finden den Weg über schmale Pfade, Wurzeln und Gestein. Ich bedanke mich für diese wundervollen Ausritten bei Elgon, einem weissen Moritzburger und meinen drei "Gönnerinnen" Jenny, Käthy und Nadja. Diese Überraschung ist euch voll gelungen. Beeindruckend war das riesige trojanische Pferd. Es überragte uns wie ein Wolkenkratzer. Einfach unvergesslich waren auch die Düfte im Wald und das rauschen des Baches aus steiler Höhe.

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Weidepflege Spezial

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In diesem Jahr wuchs das Weidegras schneller als die Pferde fressen konnten. Die frühen hohen Temperaturen, Regengüsse und Tropische Verhältnisse, legten das Gras zu Boden, dörrten es aus und liessen die Weiden "verwildern". Rene Ramseyer bietet einen modernen, Bodenschonender Weidepflegeservice an. Dieses erstaunliche Mähgerät läuft über Fernsteuerung, schneidet sauber um die Pfosten mit einem ausfahrbaren Seitensystem. Auf einer Raupenführung läuft der Mäher perfekt über die Grasflächen. Dieses Gerät ist auch geeignet in Steilhängen und schneidet Waldränder frei von Dornengestrüpp. Unter Tel: 076 626 67 41 kann deser Weidepflege-Service gebucht werden. Wir sind froh über unsere neu erstrahlten Pferdeweiden.

Western Brevet in Sarnen

In der Reithalle Sarnen findet seit dem 26. Mai bis zum 12. August ein Western Brevet Lehrgang statt. Zwölf Reiterinnen und Reiter mit den unterschiedlichsten Pferderassen lernen für das SVPS Western-Brevet. Der erste Samstag stand im Zeichen der ersten Theorie-Blöcke wie Umgang mit dem Pferd, Pferdepflege, Hufschlagfiguren, Bodenschule, das Vortraben und das Kombipattern im Westernreiten. Theorie.jpg

Nach der Begrüssung der Teilnehmer-/innen, der wichtigen Informationen zum Tagesablauf, konnte jeder Lehrgangsteilnehmer sich und sein Pferd kurz Vorstellen und von seinen Stärken und Schwächen die wichtigsten drei zum Brevet nennen. In diesem Jahr ist es noch einmal möglich das Brevet nach dem "alten" System zu absolvieren, den im 2019 wird der SVPS die Brevet`s nur noch nach dem neuen Verfahren durchführen lassen. Mithilfe des Ordners arbeiten wir uns durch die Theorie und können bereits am ersten Tag viel wichtige Inputs aufnehmen. Durch dieses Wissen wird es uns am ersten Reitwochenende mit den eigenen Pferden etwas leichter fallen uns auf der Anlage zu orientieren, die Ideallinien in den Hufschlagfiguren zu finden und durch das "Ablaufen" zu Fuss haben wir auch mehr Sicherheit in den Übungen. Die provisorische Gruppeneinteilung wird nach dem Reiten im Sinne für die Pferde und den Fähigkeiten der Reiter-/innen angepasst. Für die Pferdepflege wurde uns ein Pferd zur Verfügung gestellt. Eine saubere Putzbox, die richtige Anbindung, das Annnähern und die Vorgehensweise beim Putzen floss von der Theorie in die Praxis. Beim anschliessenden Mittagessen gab es viel zu diskutieren oder einfach die Sonne zu geniessen bis zum zweiten Theorieblock.

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Die Hufschlagfiguren sind nicht des Westernreiters "Lieblingskinder", doch mit der gezogenen Karte gab es in der Gruppe doch viel zu Lachen während beim Ablaufen die genauen Zirkelpunkte, X, die Linienführung und die Abfolge beim Spitzenwechsel ohne Pferd durchgespielt wurde. Das Vortraben und die Bodenschule waren auf kleinen Karten vorbereitet und verhalfen den Teilnehmenden zu den richtigen Buchstaben und in die genaue Richtung. Nach der aktiven "Laufzeit" ging es nach einer kurzen Kaffeepause wieder im Kursraum weiter. Im grünen Teil die Seiten mit der Grundausbildung als Thema wurden durchgelesen und sind in den kommenden Brevettagen unser Leitfaden. 

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Der Abschluss des Kurstages war der Vorausschau vom Reitwochenende im Juni gewidmet. Fragen wurden beantwortet und die Tagespläne abgegeben. In zwei Gruppen werden an diesem Wochenende die Hufschlagfiguren und das Kombipattern unsere Praxiseinheiten sein und parallel dazu sind die Grundausbildung, die Anatomie und Gesundheit des Pferdes die Theoriteile. Ich freue mich auf diese zwei Tage.

Motorische Grundlagen

Die koordinativen Fähigkeiten bilden die entscheidenden Grundlagen sowohl für den Reiteranfänger als auch für den fortgeschrittenen Reiter. Die Gleichgewichtsfähigkeit bildet im zusammenspiel mit der Rhythmusfähigkeit und der muskulären Unterscheidungsfähigkeit die Basis für einen ausbalancierten, losgelassenen und geschmeidigen Sitz des Reiters. Das Gleichgewicht ist beim Reiten besonders gefordert, da das Pferd über seinen Rücken dreidimensionale Schwingungen (auf-ab, rechts-links, vor-zurück) auf das Becken des Reiters überträgt. Das Pferd bringt so den Reiter durch seine Bewegungsimpulse sozusagen ständig aus dem Gleichgewicht, so dass der Reiter dieses immer wieder neu finden muss. Hierfür lernt der Reiter seine Muskeln im Wechsel anzuspannen und zu entspannen. Mit der muskulären Unterscheidungsfähigkeit versteht sich die Fähigkeit, Bewegungen fein aufeinander abzustimmen und zu einer harmonischen Gesamtbewegung zu bringen. Um die koordinativen Fähigkeiten zu stärken ist das Schenkelweichen eine ideale Übung. Vorbereitung.jpg

In der Vorbereitung wird der Ecken der Reitbahn ausgeritten und nach der gelben Pylone ist das Pferd in einer leichte Aussenstellung. Jetzt kommen die Grosskoordinativen Hilfen zum tragen; die Reiterinnen bringt das Pferd mit dem äusseren Schenkel an den inneren Zügel und lässt es vorwärts-seitwärts in die Reitbahn weichen für drei bis vier Schritte.

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Auf der Höhe der blauen Pylone sollte das Pferd wieder geradegerichtet sein. Die Ellbogen der Reiterin dürften flacher und lockerer getragen werden. Das Pferd wird danach in eine leichte linksstellung gebracht und in umgekehrterweise wieder zurück zum 1.Hufschlag schenkelweichend geritten. Die Umstellungsfähigkeit der Reiterin ist hierbei gefordert um das Becken und die Schenkelarbeit genau zu führen ohne dabei die nötige Energie zu verlieren oder zuviel von deren zu verwenden.

Beim Auslaufen die Erkenntnis links und rechts Stellung mit versetzter Hilfengebung der Schenkel für die Gegenrichtung zu verlangen ist in der Koordination nicht immer einfach umzusetzen. Die Trabarbeit ist leichter als die Schrittarbeit, weil Takt und Rhythmus das Gefühl für die Bewegung im Trab besser fördert und im Schritt das "leichte,atmende Bein" verloren geht.

Sommerkurs des WRVS in der Reithalle Venedig in Sursee

Sechs Reiterinnen und ihre Pferde absolvieren im Moment an fünf Freitagabende den Sommerkurs des Western-Reitverein-Sursee. Das Thema: "Gerade bleiben auch wenns Rund wird" zieht sich durch fünf Teilbereiche. Die Grundgangarten, das Schenkelweichen, die Innen- und Aussenstellung, das geradeaus Reiten und die Kontrolle von Vor- und Hinterhand. Dabei beachten wir auch das Exterieur unserer Pferde ohne Sattel laterale Ansicht rechts und links. Wir beachten die Ganaschen, die Trompetengänge der Nasen, das Widerrist, die Rückenlinie, Schulter und Hüfte so wie die Beinstellungen. Es ergeben sich viele neue und bereits erwähnte Erkenntnisse die wir nun beim Reiten und Trainieren an Trailhindernissen vielschichtig umsetzen.Sommerkurs 2018 WRVS.jpg

Aus Horsemanship-Elementen üben wir das Geraderichten auf gerader Linie und auf dem Zirkel, reiten Übergänge, suchen dabei die weichen und federnden Tritte und setzen die Lenkung und die Vorhand Kontrolle um. An unseren nächsten zwei Abenden kommen das Back-up und die Hinterhandarbeit dazu. Es macht viel Freude mit euch diesen Sommerkurs durchzuführen.

J+S Leiter Prüfung im SWRA VT-Lehrgang

Anlässlich der zweijährigen SWRA Vereinstrainerausbildung absolvieren die Teilnehmenden auch den J+S Leiter Kurs mit Abschluss. Dieser fand in zweimal drei Kurs-Tagen in Frauenfeld und Müllheim statt. Neben dem Reiten des Goldtestes sind gutes Horsemanship und Unterrichtsstärke gefragt. J+S Leiter leben durch ihre Persönlichkeit, dem Engagement, der Begeisterung und den Fähigkeiten aus der Fach-, Unterrichts-, Sozial- und Selbstkompetenz. Mit ihren Werten und Haltungen prägen sie das Verhalten anderer Menschen und unterrichten nach ethischen Grundsätzen wie Achtung, Solidarität und Toleranz. So ermöglichen sie den Jugendlichen Erlebnisse im Westernreitsport, sorgen für Spass und Freude rund ums Pferd und pflegen respektvollen Umgang untereinander und mit den Pferden.Geländelektion.jpg

Unterrichtet wurde auch im Gelände. Dabei waren die Koordinative Hilfengebungen, die Orientierung, die Differenzierung, das Gleichgewicht und die Raktionsfähigkeit gefordert. Bei den Aus- und Abbewegungen im steilen Gelände kamen Umstellungsfähigkeit und Kopplungsfähigkeit zum Zuge. Hier kamen Stärken und Schwächen von Reiter und Pferd sichtbar hervor. Das unebene Gelände verhalf den Reiter zu neuen Bewegungsmustern und das natürliche Mitgehen im Sitz war ein toller Lernerfolg.

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Meine J+S Expertentätigkeit beinhaltete die Prüfungen in den Unterrichtseinheiten am Kurs so wie die Heimprüfungen zu bewerten. Die Akustik im Gelände war für die "Reitlehrer" eine Herausforderung die sie hervorragend lösten. Die Pferde und die Reiterinnen zeigten sich von der Besten Seite. Ein riesiger Panzerkonvoi rollte über die Frauenfelder Allmend und trotz Prüfungsdruck blieben alle sehr Diszipliniert und Korrekt in ihren Aufgaben. Ich gratuliere allen Absolventinnen ganz herzlich zu ihrer bestandenen J+S Leiter Prüfung.

Mai-Trailkurs in Neuenkirch

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Hoch über dem Sempachersee befindet sich in Willistatt ein herrlicher grosser Aussenreitplatz. In einer kleinen Gruppe trainierten wir gemeinsam an einem Trailpattern. Nach dem Aufwärmen und Lösen der Pferde erarbeiteten wir uns die einzelnen Schritte zu jedem Hindernis. Die Sonne erwärmte in kurzer Zeit die Temperaturen und eine erfrischendes Getränk war uns sehr Willkommen. Trail 1.jpg

Wir eritten gemeinsam die einzelnen Elementen und konnten so den Fluss, den Takt und Rhythmus, die Linienführung und die Weichheit der gerittenen Aufgabe beobachten. Dabei waren das ideale Tempo finden, der Fokus mit weichem Auge und das nach vorne Reiten die grösste Herausforderung. Mit den Videoaufnahmen sahen wir die Vorbereitung beim Aufwärmen, das gerittene Pattern und die einzelnen Gangarten noch genauer im Feedback an. Beim Mittagessen mit Hot-Dog und Kartoffelsalat fand sich auch Zeit für ein "Fachsimpeln" unter Gleichgesinnten. So machte es sehr viel Spass.

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Der Nachmittag war ganz der Reittechnik und dem "Warten", Schritt für Schritt in den Hindernissen und ihren Variationen gewidmet. Auf dem Gruppenbild fehlt Delia und Joana. Bis zum nächsten Trailkurs viel Vergnügen beim Üben.